For Art OrganisationsOrganizer
Login / Signup

Discover

Artworks

Help

Contact us

Company

Terms and conditionsPrivacy PolicyCookie policy

Follow us

InstagramLinkedIn

© 2026, Art Circles.

BerlinExhibitionSalomé Chatriot – Void is Seductive
Salomé Chatriot – Void is Seductive
OFFICE IMPART

Presented by

OFFICE IMPART

Follow

Hosted By

OFFICE IMPART

OFFICE IMPART

Contact the HostRefund PolicyReport Event
Exhibition

Salomé Chatriot – Void is Seductive

Thursday, September 10

12:00 AM - Oct 30, 11:59 PM

OFFICE IMPART

Berlin, Germany

Checking payment status…

Registration

Registration for this event is managed on an external website.

RSVP

About event

Salomé Chatriot presents digital and sculptural works exploring the female body as a postdigital subject, from 3D-modeled forms to leather sculptures and videos. About Neue Medientechnologien erweitern nicht nur unsere Wahrnehmungsmöglichkeiten der Wirklichkeit, sondern treiben immer auch etwas Unheimliches aus dieser hervor. Als Subjekt und Objekt neuen Wirklichkeiten wird der menschliche Körper heute von der postdigitalen Kunst intensiv verhandelt. Vor etwa hundert Jahren war es das 'objektive Medium' der Fotografie, mit der surrealistische Künstler wie Man Ray und Jacques André Boiffard den lebendigen Leib in befremdliche, objekthafte Fragmente zerlegten. Der weibliche Torso – seine digitale, biomorphe Abstraktion – ist auch das zentrale Motiv von Salomé Chatriots "Void is Seductive". Wie eine Trophäe an der Wand erscheint er in der Skulptur "Void is Seductive No. 2": Überlebensgroß und mit schwarzem Leder bezogen, wehrhaft-machtvoll – irgendwo zwischen BDSM-Bodysuit, futuristischer Skulptur und Nike von Samothrake. Flatterte im Gewand Nike der Wind wie in einem Segel, so scheinen sich auch die Stromlinienformen dieses Objekts unsichtbaren äußeren Einflüssen anzuschmiegen. Die in der Ausstellung zu sehenden Arbeiten gehen von volumetrischen Körpern aus, die Chatriot am Computer entworfen hat. Eine Besonderheit der 3D-Software ist es dabei, dass die physikalischen Bedingungen des virtuellen Raums, in dem ein Objekt existiert, stets miterschaffen werden müssen. Um CGI-Objekte zu manipulieren benutzte die Künstlerin auch schon einmal die Daten ihres eigenen Atemflusses, die sie mit einem Spirometer aufgezeichnet hatte. Der Schlüssel zum Verständnis eines Dings liegt manchmal in den Kräften, die sich in ihm abgebildet haben. Das Leder-Objekt wiederum ist eine direkte, quasi 'erstarrte' Inkarnation aus dem Video "First Month of Anger". Um dieses hervorzubringen, bedurfte es einer Art Geisterbeschwörung. Das Wesen, das darin zu uns spricht, erscheint zunächst als pulsierende Membran. War in den spiritistischen Séancen um 1900 das klebrig-weiße Ektoplasma die physische Substanz, in der sich die Seelen von Verstorbenen verfingen und Gestalt annahmen, so ist "First Month of Anger" gewissermaßen eine Manifestation im Ektoplasma der 3D-Modellierung. Fluide formwandelnd (Torso, Kristall, Maschine oder Organ) und zwischen Opazität und Transparenz changierend, verhandelt es Körperlichkeit als Grenzerfahrung. Ozeanisch zwischen 'ich' und 'wir' oszillierend, scheint es einen orgasmischen Traum zu träumen – von taktiler Berührung und überschäumender Entgrenzung. Das Wesen ist ein nach dem Möbiusschleifen-Prinzip geformter Körper, der die Differenz zwischen Innen und Außen nivelliert. Auch die menschliche Haut schafft Innen- und Außenräume, die fließend ineinander übergehen. Von der Haut her gedacht ist der Körper ein in sich selbst eingestülptes Volumen – eine komplex gefaltete Membran, in der die Welt resoniert. Im malerischen Medium begegnen uns Chatriots Torsi in metallisch-perlmutterem Glanz. Die Bilder erinnern an die Multiperspektivik moderner Malerei, aber vielleicht mehr noch an die Schnitt- und 3D-Ultraschallbilder der digitalen medizinischen Bildgebung. Ein makelloser Körper, perfekt und feucht wie noch mit Fruchtwasser benetzt, öffnet sich wie eine leere Muschelschale… oder wie der Blütenkelch einer fleischfressenden Pflanze. Immer wieder hat die Moderne Monster erschaffen, um sich an technologischen Umbruchsmomenten ihrer Menschlichkeit zu versichern. Frankenstein, Godzilla und ihresgleichen waren die abjekten Externalisierungen eines technologisch neu erfahrbar werdenden Fremden. Mit dieser technologisch erschlossenen Erfahrungswelt tritt Salomé Chatriot in einen ekstatischen Kontakt. Wie die Schale einer Muschel, wird ihr leerer Leib zum Klangkörper, in dem uns das Eigene als Fremdes zurückhallt. Curation text by Dr. Katharina Weinstock. Read more Toggle Painting Installation Digital Sculpture

Schedule

Starts

-

Thu, Sep 10, 2026 at 12:00 AM

Ends

-

Fri, Oct 30, 2026 at 11:59 PM

Location

Waldenserstraße 2-4, Berlin, Berlin, 10551, Germany

OFFICE IMPART

Presented by

OFFICE IMPART

Follow

Hosted By

OFFICE IMPART

OFFICE IMPART

Contact the HostRefund PolicyReport Event

Featured Artworks